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Eine kleine Führung durchs Archiv

Die einzelnen Räume der Austellung des Archives sind nach
erfolgreichen U-Boot-Kommandanten des I. und II. Weltkrieges benannt.

Wir beginnen mit dem Rundgang gleich links vom Eingang mit dem Raum

Wolfgang Lüth


Hier hat die U-Flottille der Bundesmarine ihren Platz, sowie die U-Boote ausländischer Marinen. In einem Glasschrank befinden sich Uniformen der Kaiserlichen Marine, der Kriegsmarine und der Bundesmarine. Aus dem Nachlaß des
Großadmirals Karl Dönitz ist seine Uniform mit Auszeichnungen ausgestellt. In einer Vitrine sind Orden und Ehrenzeichen,
sowie wertvolle Erinnerungsstücke verschiedener Boote zu sehen. Weitere Uniform-Figuren: Ein Mann vom Maschinenpersonal
im Lederzeug mit Schwimmweste und Bordkäppi, ein Kapitänleutnant der Kriegsmarine und zwei Uniformen der
Bundesmarine. In einem schmalen Glasschrank sind Orginal-Mützenabzeichen, Auszeichnungen der Kriegsmarine und
Flaggen berühmter Boote untergebracht.

Wir gehen durch die Flügeltür in den Raum

Engelbert Endrass


Dieser Raum dient als Konferenzzimmer. Zu sehen sind hier Wappen und Erinnerungsstücke von Marinekameradschaften des
deutschen und österreichischen Marinebundes und Erinnerungsstücke von nationalen und internationalen Treffen der
U-Bootfahrer aller Länder. Desweiteren sind in Glasschränken einige Modelle aufgestellt, so ein Boot vom berühmten Typ VIIC
und ein XB Boot im Maßstab 1:50. In einer anderen Vitrine sind ein Boot vom Typ IXC U 532 und ein weiteres XB Boot in
einem Maßstab von 1:75 ausgestellt.

Der nächste Raum auf der Südseite des Hauses ist das Zimmer

Georg Lassen


Genutzt wird dieser Raum als Medienraum. Hier finden sich in den Schränken mehrere hundert Videokassetten mit
Filmmaterial, das es sonst in keinem Archiv der Welt gibt.
Ferner beinhalten die Schränke wertvollste Nachlässe, wie alte Gästebücher, Fotoalben und den gesamten Nachlaß des
U-Boot-Konstrukteurs Christoph Aschmoneit.

Links daneben führt eine Tür zu den Räumen im Anbau

Albrecht Brandi


In diesem Raum befindet sich die Bibliothek "Seekrieg, Marinen der Welt, Seefahrt allgemein", sowie Material über alle Schiffe
in der deutschen Marine von 1815 bis heute. Im hinteren Zimmer haben die Hilfskreuzer ihren Gedenkraum, wie z.B. der
Hilfskreuzer Atlantis, deren Besatzung von U-Booten gerettet worden ist. Hier steht auch ein Grenzwellensender, der stationär
und auf Überwasserschiffen eingesetzt war.

Anbau


Im Anbau befindet sich ein Raum mit Ausstellungsstücken, wie z.B. einem orginal 8,8 cm U-Bootsgeschütz

Zurück zum Eingang setzen wir unsere Führung auf der Nordseite des Hauses fort

Otto Weddigen


Erinnerungsstücke aus der Kaiserlichen Marine auf der einen und der Kriegsmarine auf der anderen Seite. In der freistehende Glasvitrine befinden sich Auszeichnungen der Kaiserlichen Marine, ein Fach ist den kleinen Stücken aus dem Nachlaß Otto Hersing´s vorbehalten, das darunter Otto Weddigen´s. Otto Hersing hat für seinen gesamten maritimen Nachlaß ein eigenes Zimmer, in das wir anschließend gehen werden. Auf der Seite der Kaiserlichen Marine sehen wir Stücke aus dem englischen U-Boot E 24: Tiefenruderrad, Maschinenleuchte und Sehrohr-Gradkranz, ferner das abgebrochene Sehrohr von SM U 139, dem zweiten Boot Arnauld de la Perières und die schon sehr zerfallene Flagge von SM U 139. Im Glasschrank gegenüber befinden sich wertvolle Objekte der U-Boot-Waffe der Kriegsmarine, eine Radione (Radiogerät an Bord von U-Booten), der berühmte Schlüssel "M" (auch Enigma genannt), das Glas des Kommandanten von U 505 (Beuteboot der USA-in Chikago ausgestellt), Sextanten u.v.m.
In einer anderen Vitrine befinden sich Rangabzeichen, Laufbahnabzeichen, U-Boots-Geschirr etc. Neben der Tür finden wir Kleinzubehör von der Nasenklemme für den Tauchtopf, Brillen, Verbandpäckchen und der Autostander des Großadmirals Dönitz.

Wir kommen jetzt in den Raum

Otto Hersing


Alles was in diesem Zimmer steht und hängt, stammt aus dem Nachlaß Otto Hersing´s, dem Kommandanten von SM U 21 der Kaiserlichen Marine. In den Schränken befindet sich Hersings gesamter maritimer Nachlaß, wie handgeschriebene Logbücher, Fotoalben, Briefe, Urkunden und Zeitungsartikel über ihn.

Das Ober- und Untergeschoß ist Fachbesuchern vorbehalten, also U-Bootfahrern, Seekriegshistorikern,
Fachautoren und natürlich den Mitgliedern des FTU´s, die hier Nachforschungen anstellen wollen.

An der Wand der Treppe zum Obergeschoß hängen Orginalbilder des Marinemalers VIKTOR GERHARD,
die es wert sind, genauer betrachtet zu werden.

Obergeschoß


Im Obergeschoß befinden sich die eigentlichen Archivräume. Hier sind das Arbeitszimmer des Archiv-Leiters, Räume mit Unterlagen über alle U-Boote von 1906 bis heute, Foto´s von U-Booten und deren Besatzungen, eine Fachbibliothek mit U-Boot´s-Literatur, Kriegstagebüchern, Flottillen-Geschichte, Geschichte von Werften und U-Bootbau.
Das ausgebaute Obergeschoß des Anbaus birgt den Computerraum, die Erweiterung der U-Boots-Bibliothek und den Arbeitsraum für Fachwissenschaftler. Im Dachgeschoß befindet sich eine weitere Bibliothek und ein Raum in dem größere Gruppen die Möglichkeit haben,
Filme aus dem Medienraum anzusehen.

Untergeschoß


Im Untergeschoß findet man eine Bibliothek "Krieg, Kriegsgeschichte allgemein" und Zeitschriften.
Ferner sind dort eine Dunkelkammer, ein Lager, ein Abstellraum und eine Werkstatt.

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