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Die Situation des Archives

Es ist richtig, daß der Gründer und Stifter, Herr Horst Bredow, den Aufbau des Archives und Museums aus eigener Tasche finanziert hat. Alle Arbeit hat er um der Sache willen getan und so im Laufe der Jahre eine Gedächtnisstätte für die U-Bootfahrer und die Marinen der Welt aufgebaut.
Es ist auch richtig, daß Herr Bredow vor der Errichtung der Stiftung, Auskünfte und Hilfestellung ohne Bezahlung gegeben hat, auch im Interesse der Sache.

Doch nach der Errichtung der Stiftung ergab sich eine vollkommen neue Situation:
Bredow ist nach Satzung und Stiftungsrecht zwar auf Lebenszeit (oder so lange er selbst es will) geschäftsführender Vorstand der Stiftung und auch der wissenschaftliche Leiter des U-Boot-Archives, er ist aber in der Eigenschaft als geschäftsführender Vorstand verschiedenen Gremien gegenüber verantwortlich und muß seine Geschäftsführung diesen Gremien gegenüber offenlegen.

Diese Gremien sind:

  • Die Stiftungsaufsicht der Bezirksregierung, vertreten durch die Stiftungsaufsicht der Stadt Cuxhaven
  • Bei Spendenverfahren die Stadtkämmerei der Stadt Cuxhaven
  • Der Vorstand der Stiftung Traditionsarchiv Unterseeboote
  • Der Stiftungsrat der Stiftung Traditionsarchiv Unterseeboote
  • Der Vorstand des Fördervereins FTU e.V.

Es gibt immer wieder die Auffassung "... der Bredow bettelt um Geld ..."
Das mag seinen Grund darin haben, daß man Herrn Bredow und das U-Boot-Archiv als personelle Einheit sieht. Andere Institutionen "betteln" auch um Spenden und um finanzielle Unterstützung, nur da sind es anonyme Gruppierungen, denen trägt man es nicht nach.
Herr Bredow bittet nicht für sich (er hat eine gute Pension) und steckt in Monaten, in denen die Spenden nicht ausreichen um die laufenden Kosten zu decken, immer wieder aus eigener Tasche hinein. Das zinsbringende Festgeld kann ja nicht angetastet werden. Herr Bredow hat aber von den oben aufgeführten Gremien und in seiner Eigenschaft als geschäftsführender Vorstand die Auflage für die Finanzen dér Stiftung geradezustehen. Es ist verständlich, daß er nun nicht mehr, neben seiner sonstigen Fülle von Arbeit, als Prügelknabe für Leute dastehen möchte, die nicht bereit sind, sich um die wahren Zusammenhänge zu kümmern.

In Wirklichkeit is es aber so:
Die Stiftungsaufsicht hat die Auflage gemacht, Vermögen anzulegen. Der Vorstand der Stiftung drängt auf Verwirklichung dieser Auflage, der Stiftungsrat überwacht zusätzlich noch diese Auflage. Herr Bredow hat hervorragend qualifizierte Nachfolger, die die Arbeit eines Tages weiterführen könnten, doch die stehen im Berufsleben und müssen Geld verdienen, um ihre Familien ernähren zu können. Um einen dieser jungen Leute im Archiv einzustellen, bräuchte das Archiv ein Vermögen, von dessen Zinsen das Gehalt gezahlt werden könnte. Das ist aber bei der augenblicklichen Zinslage nicht möglich, man benötigt mindestens drei Millionen Mark oder mindestens 1200 bis 1500 Mitglieder im FTU e.V., so daß von den Beiträgen dieser Mitglieder eine Fachkraft bezahlt werden kann.

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